Canggu

Wir kamen also spätabends im Hostel in Canggu an. Weil die Besitzer Angst vor Bettungeziefer hatten durften wir dann auch noch unseren kompletten Rucksack auspacken und unsere Sachen in Plastiktüten packen. Waren wir froh endlich im Bett zu liegen. Am nächsten Morgen schliefen wir erst mal so richtig aus und frühstückten dann zusammen am Hostelpool! Julia und Pia wollten den Tag am Strand verbringen, während ich mir einen Roller lieh und erst einmal in die Stadt fuhr. Canggu ist quasi eine Surferstadt in der auch viele Digitale Nomaden wohnen – es gibt also total viele Instagram-Healthy-Vegan-Glutenfree-Cafes oder so. In einem der Cafés gönnte ich mir dann erst mal einen richtigen Kaffee !!! Kaum saß ich, ging auch schon der Regen los – aber so richtig. Ich saß also erst mal ein bisschen fest, weil sich die Straßen in Flüsse verwandelt hatten. Später wurde es etwas besser also fuhr ich noch mit dem Roller an den Strand, der ehrlich gesagt gar nicht schön war… es kann aber auch daran liegen, dass vom vielen Regen viel Müll angespült wurde. Zurück im Hostel erfuhr ich vom schrecklichen Tag, den Pia und Julia gehabt hatten. Sie hatten sich einen Roller geliehen, der dann einen Platten hatte und sie mussten den Roller über die ganzen Hügel wieder zum Hostel zurück schieben. Der Tag am Strand war auch nicht schön (der Canggu Beach ist eher zum surfen und nicht zum faul rumliegen) und in der Stadt hatte es total geregnet. In der Zwischenzeit hatte ich Susi kennengelernt und wir wollten zusammen Abendessen, um die beiden Anderen aufzumuntern organisierten wir ihnen einen anderen Roller, damit wir zusammen fahren konnten. Also Helme aufgesetzt und los gehts. Ihr glaubt nicht wie heftig es auf einmal angefangen hatte zu regnen. Es war ja sowieso schon dunkel – also nicht wirklich die beste Rollerfahrzeit und dann regnete es so heftig, dass wir innerhalb von Sekunden wirklich pitschnass waren, die Straßen waren reißende Meere (nein ich übertreibe nicht 😀 ) und sehen konnten wir sowieso gar nichts. Also gings in Zeitlupe zurück zum Hostel, nass waren wir ja eh schon, wo wir dann zu Abend aßen und uns noch mit den anderen Leuten unterhielten. Am nächsten Morgen wollten Pia und Julia dann Canggu verlassen – sie hatten genug Pech gehabt – aber als dann auch noch ihr Uber total viel Verspätung hatte und den dreifachen Preis verlangte taten mir die Beiden echt total leid. Susi und ich liehen uns wieder einen Roller und fuhren zu einem naheliegenden Wassertempel. Hier waren total viele Touristen, aber der Tempel war trotzdem beeindruckend und wenn man ein Stück hochlief hatte man auch eine gute Aussicht.

Danach fuhren wir mit dem Roller in die Stadt und bummelten ein bisschen durch die Läden und aßen im Avocado Café (das ist der Hammer!). Dann fuhren wir noch an den Strand und wollten uns hinsetzen, als eine reisen Welle fast unsere Sachen ins Wasser schwemmte. Wir fuhren also wieder zurück zum Hostel wo wir uns eine Runde ausruhten, bis wir abends mit Amy (aus England) in die Stadt zum Abendessen fuhren (dieses Mal waren wir mit Regenjacken und Mülltüten ausgestattet). Die nächsten zwei Nächte verbrachte ich dann nicht mehr in einem Hostel sondern in einem total süßen Bungalow – ganz für mich allein! Ich glaub das hatte ich auf der gesamten Reise noch nicht und es war ganz schön komisch niemanden nachts schnarchen zu hören. Die Besitzer des Bungalows waren aber auch total lieb und so konnte ich meine letzten Tage alleine ganz gut genießen.

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