Ubud

Mit dem Uber ging es bis zum vorgebuchten Hostel nach Ubud. Leider merkten wir schon bald, dass das Hostel nicht wirklich (also echt gar nicht) zentral lag. Trotzdem war es schön und sauber. Natürlich wollten wir direkt die Stadt erkunden, also nahmen wir den harten Weg auf uns 😀 Sobald wir nämlich die ersten hundert Meter gelaufen waren dachte ich mir schon – noch zwei Minuten und es fängt so richtig an zu schütten. Der Weg von unserem Hostel führte am Affenwald vorbei und wir stellten uns unter als es dann tatsächlich anfing in Strömen zu Regnen. Wir rannten dann zum nächsten Stand, an dem wir uns einen Regenschirm kauften, aber pitschnass waren wir trotzdem schon und liefen dann barfuß über die Straße (es waren jetzt wieder Flüsse). Wir erreichten dann aber schon bald ein wirklich richtig schönes Restaurant, wo wir auf Sitzkissen ein gutes Curry aßen und die Gänse auf den Reisterrassen beobachten können – und das ganze auch noch im Trockenen!

Tapfer wie wir waren liefen wir danach wieder raus auf die Straße, schauten noch in ein paar Läden, hatten dann aber keine Lust mehr auf Regen und liefen zurück Richtung Hostel.

Der nächste Tag konnte (zumindest wetterlich gesehen) nur noch besser werden. Wir bekamen ein ganz gutes Frühstück auf unserer Hostel Dachterrasse und freuten uns schon auf den Tag. Auf ging es also wieder am Affenwald vorbei in Richtung Markt.

Sehr früh morgens ist der Markt für Einheimische, auf dem hauptsächlich Obst und Gemüse verkauft werden, später wird der Markt dann zu einem Souvenirmarkt (hauptsächlich für Touristen) umgebaut. Ich war ja schon auf dem ein oder anderen großen Markt, aber ich muss sagen, so schöne Sachen wie hier hab ich noch auf keinem gesehen. Also ging unsere Shoppingtour los. Während wir am Anfang noch ein bisschen unsicher waren, was das Handeln angeht, wurden wir später zu so richtigen Handelprofis und lachten uns ins Fäustchen, wenn die anderen Touris sich überteuerte Sachen andrehen ließen. Es machte eigentlich auch total viel Spaß sich mit den Verkäufern zu unterhalten, die meisten von ihnen waren nämlich super lieb und manche echt lustig drauf. Klar, wenn man unfreundlich ist, dann können die schon auch schnell mal unfreundlich werden. Wir streunerten also durch die verschiedenen Straßen, quetschten uns durch die Gassen vorbei an bunten Sarongs (cheap, cheap, yeees miss), Stoffhosen (alibaba Pants miss?), Holzschnitzereien (Souvenir home? What do you want miss?) und Schmuckständen (yeees cheap cheap, good luck price). Dann brauchten wir erst einmal eine Pause und setzten uns in ein schönes Café – als es mal wieder anfing in Strömen zu Regnen. Jetzt hatten wir fast die Lust verloren nochmal zurück zum Markt zu gehen, aber als es nach einer halben Ewigkeit wieder besser wurde, ging es nochmal auf den Markt. Auf dem Weg sahen wir dann noch eine große hinduistische Zeremonie vor einem der Tempel. Die Männer und Frauen waren schöne eingekleidet und von allen Seiten kamen Leute dazu.

Wir verbrachten also noch ein bisschen Zeit auf dem Markt und Lieschen probierte Rhambutan – mhm, bis wir merkten, dass es schon echt spät geworden war.  Wir hatten ja noch einen Termin 😉 Wir waren schließlich auf Bali, in Ubud und weil uns die Kochkurse zu teuer waren, dachten wir uns halt – probieren wir doch einmal Yoga! Leider gab es an einem Sonntag keine Anfängerkurse, also beschlossen wir, zu einem Regenerative Yogakurs zu gehen. Wir kamen also an diesem riesigen Yogastudio an, das aber sehr schön gelegen war. Nach ein bisschen Wartezeit ging es dann auch schon los. Bis auf ein paar mutige einzelne Männer waren viele Frauen aus allen Altersklassen da. Jeder schnappte sich Yogamatte, Kissen, Decken und Blöcke und dann ging es bald schon los. Letztendlich war das ganze eher meditatives Yoga und für Lisa auf jeden Fall nichts – ich fand es eigentlich ganz cool, hätte aber gerne auch sportliches? Yoga ausprobiert. Mehr oder weniger tiefenentspannt liefen wir wieder zurück zum Hostel, wo wir uns eigentlich was zu Essen bestellen wollten (wie cool wäre das gewesen?!), dann aber indisch essen gingen.

Am nächsten Morgen hieß es nach dem Frühstück auf der Dachterrasse Rucksack packen. Wir wollten nämlich nicht noch länger so weit außerhalb von Ubud bleiben und beschlossen uns daher (mit den schweren Rucksäcken) einmal von der einen Seite Ubuds zur anderen zu laufen. Eine gute Stunde waren wir dafür unterwegs (vielleicht hatten wir uns ein bisschen verlaufen) und die Sonne brutzelte ganz schön herunter. Endlich erreichten wir das neue Hostel und waren total zufrieden. Nach dem einchecken ging es erst mal in den Pool und dann liehen wir uns gleich einen Roller für den Tag. Zu erst ging es zum Tegenungan Wasserfall ein ganzes Stück außerhalb von Ubud. Dort ging es wieder einmal einige Treppenstufen nach unten, wo wir uns direkt ins Wasser fallen ließen. Der Wasserfall war wirklich groß und das Wasser ganz schön Energie, sodass man nicht wirklich nah hinschwimmen konnte. Schön nass ging es dann die Treppen wieder hoch, wo wir noch ein bisschen die Aussicht genossen und uns mit einer lustigen neunjährigen unterhielten, die uns versuchte Fächer zu verkaufen.

Zurück auf die Roller und auf zum nächsten Ziel – den berühmten Reisterrassen Ubuds. Der Weg führte wieder zurück durch die Stadt und dann zu den wirklich wunder wunderschönen Reisterrassen, An einem Aussichtspunkt machten wir noch ein typisches Tourifoto und liefen dann ein Stück durch die Reisterrassen! Weil wir einen Roller hatten waren wir, im Gegensatz zu den Reisebusgruppen, total flexibel und fuhren einfach die Straße den Berg hinauf, wo wir an ein paar kleinen Dörfern vorbeikamen und die schönsten Aussichten auf die grünen Felder hatten. Dazu hatten wir auch endlich traumhaftes Wetter und genossen die Aussicht so richtig. Mal wieder war die Zeit viel zu schnell vergangen und da wir nicht im Dunkeln zurück fahren wollten, machten wir uns wieder auf den Weg zurück. Dieses mal nicht die Hauptstraße entlang, sondern quasi über den Feldweg. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus und machten dann an einem schönen Warung mitten im Nirgendwo einen Stopp, wo wir super günstig mit schönster Aussicht etwas kleines zu Essen und Trinken bekamen.

Zurück im Hostel hängten wir noch ein bisschen die Füße in den Pool und unterhielten uns mit ein paar anderen Reisenden. Sie empfohlen uns eine günstige Pizzeria in der Nähe, wo wir dann auch Essen gingen.

Eigentlich wollten wir jetzt aus dem Landesinneren fahren und ans Meer, aber weil Alicia und Charly gerade noch für ein paar Tage nach Ubud kommen würden, blieben wir noch eine Nacht länger. Die zwei hatten nämlich nur ein Touristenvisum für Australien, bei welchem man nach drei Monaten für ein paar Tage ausreisen muss, um wieder zurück ins Land zu kommen. Sie hatten dafür also zwei Wochen auf Bali verbracht und vor ihrem Flug zurück nach Australien, blieben sie noch zwei Nächte in Ubud, um eine Vulkanwanderung zu machen. Also verbrachten wir den Morgen noch faul am Pool und trafen die Beiden nachmittags in einer kleinen Warung. Es war total schön sie wiederzusehen und zu hören, was in der Zwischenzeit so passiert war.  Wir hatten leckeres Essen und spielten Karten. Danach gingen wir nochmal zurück ins Hostel, um Geburtstagsgrüße in der Heimat zu hinterlassen 😉 und trafen uns dann wieder zum Abendessen im Lieblingsrestaurant der Beiden. Wir hatten also noch einen schönen letzten Abend gemeinsam in Ubud und waren am nächsten Tag bereit ans Meer zu fahren!

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