Amed

Es war gar nicht so einfach billig nach Amed zu kommen. Der Shuttlebus hatte keinen Platz mehr für uns frei und die Uberfahrer wollten ständig, dass ich die Fahrt storniere weil der Preis den wir zahlen würden „unverschämt“ sei. Jedenfalls fragte ich dann auf der Straße ein paar Frauen an einer Art Straßenrand-Reisebüro und nach ein bisschen Handeln bekamen wir einen Fahrer für einen bezahlbaren Preis – juhu auf gehts ans Meer. Wir hatten ehrlich gesagt keine hohen Erwartungen an das kleine Fischerdorf Amed, aber unser tolles Homestay mit einem superschönen Zimmer etwa 20 Meter vom Strand entfernt war doch ganz schön cool. Klar der Strand in Amed ist schwarz (Vulkan) und auch nicht der sauberste (Müll), aber das Wasser war wirklich so schön klar und man konnte echt auch gut schnorcheln gehen. Wir bekamen also unsere Wilkommensdrinks – Papayasaft, ruhten uns kurz aus und schnappten uns dann Taucherbrille und Schnorchel. Leider sahen wir keine Schildkröten, aber dafür schöne Korallen und bunte Fische. Weil die Strömung aber doch nicht ganz ohne war, blieben wir nicht ganz so lange im Wasser.

Dafür buchte Lisa für den nächsten Tag zwei Tauchgänge zum berühmten Schiffwrack in Tulamben, wegen welchem wir eigentlich auch hergekommen waren. Abends beobachteten wir wie langsam die Sonne über dem Meer unterging und die Kinder gemeinsam Volleyball spielten. Das Dorf hat es uns doch irgendwie angetan, alles war ein bisschen verschlafen, aber die Menschen – vor allem die Kinder echt lieb.

Am nächsten Morgen gab es zum Frühstück Bananenpfannkuchen und Obstsalat und danach hieß es für Lisa – ab zum Tauchen.

„Jej endlich tauchen. Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut. Da steht man dann auch gerne mal um 07:45 auf, vor allem wenn man mit der Frage geweckt wird: „Banana Pancake or Pineapple Pancake?“. Nach dem Frühstück brachte mich unser Homestay Besitzer mit dem Roller zu seinem Freund, dem die Tauchschule gehörte. Mein Tauchguide war super nett und auch mit der Engländerin Char, die mit uns tauchte, kam ich sehr gut klar. Mit der gesamten Tauchausrüstung ging es dann im Auto nach Tulamben zum Tauchplatz, wo das Wrack liegt. Das Schiff Liberty war während dem Zweiten Weltkrieg auf dem Weg zu den Philippinen, als es angegriffen wurde und ein Leck bekam. Da es allerdings von zwei Schiffen noch rechtzeitig an Land geschleppt werden konnte, verunglückte damals niemand. Erst mit einem Vulkanausbruch wurde das Schiff wieder ins Meer gespült und liegt jetzt schon einige Jahre dort unten. Somit sind die Korallen rund um das Schiff atemberaubend schön und auch die Artenvielfalt der Fische war unglaublich. Von Feuerfischen über Scorpionfische, bis zu Kugelfischen war alles dabei. Nach zwei Tauchgängen, einmal rund um das Schiff und durch das Schiff hindurch, ging das Dauergrinsen nicht mehr von meinem Gesicht. Als kleine Stärkung gab es dann noch Nasi Goreng und anschließend wieder zurück zur Tauchschule nach Amed, wo Franzi schon mit einem Uber Fahrer auf mich wartete, um nach Padang Bai weiter zu fahren.“

 

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1 Kommentar

  1. Mami April 19, 2017

    sooo cool:)

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