Gili Air

Früh morgens ging es mal wieder aus den Federn, Sachen gepackt, den verpeilten Homestay-Besitzer aufwecken und nach dem Frühstück (Bananenpfannkuchen – ja sie hängen uns fast den Ohren raus) auf zum Hafen. Dort mussten wir gefühlt ewig warten, bis endlich das Boot nach Gili Air losfuhr. Die Gili Inseln gehören übrigens nicht zu Bali, sondern zu Lombok und die Menschen sind daher größtenteils Muslime (nicht so wie in Bali Hindus). Die Gili Inseln, das sind (von Westen nach Osten gesehen) Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air. Trawangan ist die beliebteste Insel, die berühmt ist für ihre Parties und die vielen Schildkröten, die sich regelmäßig in den Korallen nahe dem Strand blicken lassen. Gili Meno ist als Flitterwochen-Insel bekannt und sehr ruhig, Gili Air dagegen soll die perfekte Mischung sein. Da wir nicht auf Meno waren, könne wir das so nicht sagen, aber Gili Air gefiel uns von der Atmosphäre her echt gut. Alles ist noch viel ruhiger und entspannter auf Air, es gibt aber trotzdem total schöne Cafés und Bars am Strand. Mit dem Boot voller Backpacker und Pärchen (die wir auf Gili Meno absetzten), ging es dann nach Gili Air.

Aus Faulheit, hatten wir keine Unterkunft gebucht und hatten dafür gleich mal so richtig Glück. Am Strand stehen immer schon die Einheimischen bereit, die den Touristen ihre Unterkünfte zeigen wollen und dieses Mal sagten wir nicht „no sorry, we already have an acommondation“ sondern „what´s your price?“. Da wir nur eine Nacht auf Gili Air bleiben würden, wollten wir einfach nahe am Hafen sein, und nicht mehr als 200.000 IDR mit Frühstück zahlen. Der eigentliche Preis für die Unterkunft war dann 250.000, wir bekamen aber Rabatt und das beste war, es gab einen Pool! Was für ein Glück!!!

Nach einiger Zeit faul am Pool liegen, Karten spielen, Musik hören und Schwimmen, knurrte bald der Magen und wir machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Fündig wurden wir in einem Restaurant direkt am Strand. Für mich gab es mal wieder Nasi Goreng (das werde ich zu Hause bestimmt vermissen) und Lisa probierte die Spaghetti. Wir beobachteten, wie ein paar Boote am Strand entlang schipperten und vegetierten so vor uns hin – es war einfach furchtbar heiß. Satt und glücklich ging es wieder zurück zur Unterkunft. Während ich die Tickets für die Rückfahrt nach Bali besorgte und noch ein bisschen die Gegend erkundete, ruhte sich Lisa noch ein bisschen aus.

Später beschlossen wir mal wieder für den Sonnenuntergang an den Strand zu laufen. Wieder fanden wir eine „Sunset Bar“ wo wir den Sonnenuntergang beobachten konnten. Auf dem Weg zurück entdeckten wir ein Strand-Kino. Direkt am Strand war eine große Leinwand aufgebaut, vor welcher ganz viele Sitzkissen bereit lagen. Als es Dunkel war, konnte man sich dort hinsetzen, sich ein Getränk bestellen und einen Film schauen. Bei uns lief der Bridget Jones Film vom letzten Jahr, den wir beide noch nicht gesehen haben und es war echt cool! Nach dem Film liefen wir wieder zurück zur Unterkunft und schliefen schon bald wieder ein – so eine Hitze macht ganz schön kaputt.

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