Udawalawa

Am nächsten Morgen gingen wir in einem der Cafés Frühstücken. Wir bestellten uns wie immer Tee (er konnte fast unser Kaffeesucht ablösen) und dazu Waffeln mit Sirup und Quark. Zurück im Homestay schnappten wir uns unsere Rucksäcke und verabschiedeten uns von Sunil (unser Host). Irgendwie war er sehr von Smitha angetan (immer diese Inder) und gab uns noch eine Nummer eines Freundes in Udawalawa und ein kleines Fresspaket für die Busfahrt mit. Wir fragten ihn wo der Bus abfahren würde und in dem Moment zeigte er auf einen Bus, der gerade vorbeifuhr, rief dem Busfahrer zu und wir rannten hin. So schnell geht das in Sri Lanka. Die Busfahrt war wie immer ein bisschen chaotisch, aber die Landschaft sehr schön.

Nach einer halben Ewigkeit (zwischendurch mussten wir zwei Mal umsteigen – wieso auch immer) erreichten wir Udawalawa. Dort empfingen uns einige junge Männer und fragten, welche Unterkunft wir gebucht hatten. Wir sagten ihnen wo es hin ging und prompt saßen wir im richtigen Jeep. In der Unterkunft angekommen waren wir bis auf den Jeepfahrer so ziemlich die einzigen Menschen. Das Resort sah so aus als wäre es mal richtig schön gewesen – jetzt war es irgendwie nur noch einsam. Zuerst waren wir richtig happy – schließlich hatten wir hier ein Doppelzimmer für 6 Euro zusammen bekommen, aber irgendwo musste doch der Haken sein. Der kam dann auch, als uns der Besitzer (ein mega junger Kerl) seine Safari verkaufen wollte. Wir hatten mit viel weniger gerechnet und sagten erst einmal ab. Er erklärten uns, dass wir billiger wegkommen würden, wenn wir noch andere Safarilustige finden würden – sehr witzig – hier war ja niemand. Irgendwie kamen wir uns sehr verloren in diesem seltsamen Resort, in der mega verlassenen Gegend vor. Allerdings waren wir ja extra nach Udawalwa gefahren, um im Udawalawe National Park eine Safari zu machen. Wir riefen den Freund von Sunil an, doch er hatte keinen Platz mehr in seinem Jeep. Den ganzen Tag lungerten wir ein bisschen doof rum, bis dann unsere Rettung kam. Ich hatte gerade die Deutschen Charts angemacht (es lief Chöre von Mark Forster), um Smitha zu zeigen was sie zurück in Deutschland erwarten würde, da kamen zwei blonde Mädels im Resort an. Sie schauten uns total verwundert an und fragten ob wir auch Deutsche seien – ach wie kamen sie nur da drauf? Jedenfalls waren die zwei wirklich nett und wollten auch mit uns die Safari am nächsten Morgen machen – was für ein Glück – der Tag war gerettet.

Sehr früh morgens (5:45 Uhr) trafen wir uns am Jeep – jetzt konnte die Safari losgehen.

Schon während des Sonnenaufgangs sahen wir die ersten Elefanten. Später kamen dann noch Wasserbüffel, Schildkröten, Krokodile, Pfaue (was machen die für seltsame Geräusche), Wildhühner (die Nationaltiere von Sri Lanka) und viele andere Vogelarten. Am spannendsten waren natürlich die Elefanten – die ließen sich auch durch nichts aus der Ruhe bringen und fraßen gemütlich weiter, während sie von fünf Jeeps umringt wurden.

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