Colombo

Am nächsten Morgen nahm ich den ersten Zug um 11 Uhr nach Colombo. Dachte ich zumindest. Ich war wie immer etwas früher da, kaufte mir ein Ticket am Bahnhof und stellte mich an das richtige Gleis. Es fuhr also ein Zug ein und ich stieg ein. Ich bekam sogar direkt einen Platz im Zug und dann ging die Fahrt schon los. Da ich von Süden in den Norden an der Westküste entlang fuhr setzte ich mich auf die linke Seite und schaute gebannt aus dem Fenster – schließlich sollte man so einen schönen Blick auf das Meer haben. Irgendwann fragte ich mich wo denn das Meer jetzt sei und schaute aus dem rechten Fenster – da war ja das Meer. Tja ich saß wohl im falschen Zug 😀 Das merkte ich also spätestens, als meine Maps.me App mir anzeigte, dass ich gleich in Galle ankommen würde! Ich musste erstmal lachen, das musste ja passieren. Also stieg ich in Galle aus – hier kannte ich mich ja gut aus – und lief rüber zum Busbahnhof. Auf dem Weg traf ich Julia, das Deutsche Mädchen, wieder (sie hatte mich gefragt ob ich eine Safari mit ihr machen wollte) sie lachte mir zu und fragte mich was ich denn schon wieder in Galle machte! Tja, die Stadt zieht mich wohl immer wieder an :D. Ich hopste also in den nächstbesten Bus nach Colombo. Wie immer war die Busfahrt anstrengend, aber ich war froh einen guten Sitzplatz zu haben. Irgendwann ging dann allerdings mein Handy aus – ich hatte es aus Versehen die ganze Zeit an gelassen. Das war dann gar nicht so witzig. Schließlich stand da die Adresse von meinem Hostel und wie ich dort hinkommen würde,… Ich erinnerte mich allerdings noch, dass es irgendwo beim National Museum war. Ich hatte Glück und fand dann über ein paar nette Einheimische (die wirklich kaum Englisch sprachen) auch ohne Handy, mein Hostel. Das Hostel war wirklich super super schön. Ich legte mich in mein Bett im zwölfer Schlafzimmer und ruhte mich erstmal aus. Dann hatte ich so schrecklichen Hunger, dass ich mich erstmal auf die Suche nach was Essbarem machte. Mein Hostel lag in dem saubersten Viertel in Colombo, naheliegend am National Museum und einem großen Park. Am nächsten Morgen machte ich mich nach dem Frühstück auf in das Museum. Ich sags euch das sah von Außen zwar echt cool aus, war aber mega langweilig – was hatte ich auch erwartet. Im Museum nebenan (ich musste eine Eintrittskarte für beide zusammen kaufen) war dann auch noch ein total schräger, aufgedrehter Securitytyp, der mit mir durch das Museum gerannt ist. Ich war danach unglaublich froh wieder zurück ins Hostel zu können (merke: asiatisches Museum ≠ europäisches Museum). Am Abend lernte ich dann Maike aus Stuttgart kennen. Sie lebt gerade in Indien und arbeitet dort bei Mercedes Benz. Wir haben uns total lange unterhalten und sie hat mir wirklich interessante Geschichten über Indien erzählt. Am nächsten Tag hatte ich noch ein paar Stunden übrig, bis mein Flug um 23:00 Uhr gehen würde. Da gerade Renovierungsarbeiten im Flughafen Colombo sind musste ich schon fünf Stunden vorher da sein. Also machte ich nichts wirklich produktives mehr. Da man in den Hostels meistens schon um 10/11 Uhr ausgecheckt haben muss, verbrachte ich die meiste Zeit danach im Park.

 

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3 Kommentare

  1. Mami Februar 5, 2017

    sooo schöne Bilder und soo viele Sommersprossen:):)

  2. Nadine Februar 9, 2017

    …und man schafft es in der großen, weiten Welt sogar ohne Handy ans Ziel zu kommen 🙂

    • marmeladenglasmoment Februar 12, 2017 — Autor der Seiten

      … mit ein bisschen Glück vielleicht 🙂 :*

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