Melbourne

Auf geht´s nach Melbourne – soviel zum Thema – ich geht nicht an die Ostküste… Wir verabschiedeten uns also von Jens und fuhren an den Flughafen. Anny nahm einen Flieger nach Berlin und Steffi und ich flogen nach Melbourne. Am Flughafen trafen wir eine der deutschen Mädels wieder, sie flog auch nach Melbourne (ich sag doch die haben uns verfolgt). Sie würden Couchsurfen in Melbourne, bei irgendeinem reichen Typen. Er bestellte ihr auch ein Taxi und zahlte es sogar, also fuhren Steffi und ich umsonst mit – jej! Steffi fuhr dann aber zu einem Freund (Sharo) und übernachtete bei ihm, während ich mir ein Hostel im alternativen Viertel Fitzroy buchte. Das Hostel war wirklich mega schön – ein altes Kloster mit Dachterrasse und schönen Aufenthaltsräumen. Am nächsten Morgen genoss ich das leckere Frühstück und machte mich auf den Weg durch die Stadt. Ich lief sicher 20 Kilometer und erkundete die Stadt. Melbourne ist wirklich sehr schön – eine richtige Großstadt eben. Manche sagen es sei so ähnlich wie Berlin (kann ich ja nicht wirklich nachvollziehen) und im Gegensatz zu Melbourne fühlt sich Perth wirklich an wie eine Kleinstadt. Ich lief also durch Fitzroy, hier gab es Secondhandläden, Cafés und Gallerien echt schön! Dann in das CBD – das Stadtzentrum quasi. Hier fährt sogar eine kostenlose Tram. Ich bin bis zur Flindersstreet gelaufen, wo sich der Fed Square befindet. Das ist eine große Fußgängerzone mit verschiedenen verrückten Gebäuden, Cafés und einem Draußenkino und einem Teil der Nationalen Galerie. Hier gab es kostenloses WLAN und täglich verschiedene Kurse, wie Lachtraining, Yogakurse, usw.

Dann kam ich an einer großen Shoppingmall vorbei mit mega vielen Start-up Läden und Restaurants. Natürlich musste ich mir auch die Nationalbibliothek anschauen. Hier traf ich auch Steffi, sie zeigte mir die schöne Bibliothek. Danach gings zum DFO. Hier gibt es Outlets für so ziemlich alles. Wir gingen also ein bisschen Shoppen.

Wir fuhren mit der Tram zu Steffis Kumpel Sharo (aus Kerala, so wie Smitha). Er und Marco (Italiener) wohnten in einer winzigen Wohnung und dann noch Steffi mit ihrem Gepäck, das Zimmer war auf jeden Fall voll. Die Wohnung war fast direkt neben dem Queen Victoria Market und mittwochs gibt es immer einen Nachtmarkt dort. Also gingen Steffi und ich zusammen dorthin. Es war richtig cool – überall Essenstände, junge Leute, Klamottenstände, Lichterketten und Livemusik. Eine Band spielte Südamerikanische Musik und davor waren einfach superviele Leute, egal ob jung oder alt, die Salsa tanzten. Wir schauten ihnen begeistert zu und tanzten am Ende sogar mit es war einfach so witzig, ein echt schöner Tag!

Zurück im Hostel wollte ich meinen Aufenthalt eigentlich verlängern. Normalerweise buche ich ein Hostel nie für länger als zwei Nächte, weil ich dann einfach flexibel bin und verlängern kann wenn es mir gefällt. Tja in Australien ist das nicht so einfach, das Hostel war für die nächsten zwei Wochen komplett ausgebucht!!!! Also buchte ich ein anderes Hostel in der Flindersstreet, also sehr zentral. Am nächsten Tag lief ich nochmal durch Fitzroy, aber das Wetter war schlecht, also verbrachte ich noch ein bisschen Zeit im Hostel, bis ich mein Gepäck nahm und zum anderen Hostel fuhr. Am Abend hatte ich dann sogar eine Verabredung! Zwei gute Freunde, die Steffi beim Studium in Melbourne kennengelernt hatte, luden mich auch zu Raphas Geburtstagsparty ein. Rapha (Berliner) und Zule (aus Mexiko) hatten sich in Melbourne kennengelernt und „spontan“ geheiratet, die beiden sind echt super süß. Die Feier zu Raphas 29. war echt gemütlich, es gab Pizza und Getränke und ihre Freunde waren auch sehr lieb.

Am nächsten Morgen ging ich ein bisschen in die große Bibliothek um das gute WLAN zu benutzen – ist bestimmt mega cool hier zu studieren. Danach traf ich mich wieder mit Steffi. Wir fuhren gemeinsam nach St.Kilda, der Stadtteil am Strand, in dem Steffi während dem Studium wohnte. Wir liefen am Strand entlang, gingen durch ein paar Läden und dann bei Lentils was essen. Das ist ein vegetarisches Restaurant, in dem freiwillige Helfer kochen und jeder das zahlt, was er will. Wir bestellten uns Curry und einen Chai – es war wirklich lecker. Dann gingen wir zu der Attraktion – dem Steg, an dem die kleinen Pinguine zur Dämmerung oder während der Nacht aus dem Wasser kommen. Wir konnten ungefähr zehn kleine Pinguine beobachten – sie waren einfach so süß.

Am Samstag faulenzte ich den Morgen über und traf mich für den Mittag mit Steffi. Wir liefen über den Queen Victoria Market, kauften uns Wassermelone und lagen dann eine Weile im Park rum.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg zur International Gallery of Victoria, wo eine große Kunstbuchmesse stattfand. Die Gallery war wirklich sehr schön und die Ausstellung auch. Ein paar Illustratoren verkauften ihre Arbeiten und es gab öffentliche Diskussionen von Buchclubs – die meisten Leute dort waren Studenten. Später traf ich wieder Steffi und nachdem wir über einen kleinen Markt gelaufen waren, fuhren wir zusammen zum Brighton Beach. Der ist ein bisschen außerhalb von Melbourne und hier gibt es diese süßen bunten Strandhäuschen. Abends gingen wir noch in den Drunken Poet, eine süße Kneipe und tranken ein oder zwei Bierchen zusammen.

Montagabend kochten Steffi und ich zusammen in der Hostelküche leckeres Curry. Den ganzen Tag war ich nur ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Am Dienstag lief ich nochmal zur Kunstgalerie und schaute mir die Ausstellungen an. Es waren sogar ein paar Werke von Picasso und Rembrandt ausgestellt. Abends traf ich mich mit Steffi, Rapha und Zule in einem schönen Restaurant am Fluss und wir genossen nochmal meinen letzten Abend in Australien.

Nächster in Artikel

Vorheriger in Artikel

Antworten

© 2017 marmeladenglasmoment

Thema von Anders Norén